Die Dolomiten sind ein Teil der Südalpen und zeichnen sich durch das besondere, helle Dolomit-Gestein aus. Das rund 135.000 Hektar große Schutzgebiet im Norden Italiens erstreckt sich über die Provinzen Südtirol, Trentino, Belluno, Udine und Pordenone. Am 26. Juni hat das UNESCO – Welterbekomitee die italienische Gebirgskette in die Liste des Weltnatur und – Kulturerbes aufgenommen. Die Dolomiten verdanken ihre Aufnahme vor allem ihrer geologischen Entstehungsgeschichte. Vor 250 Millionen Jahren wurden sie als Korallenriffe geboren, aber durch das Aufeinanderprallen der adriatischen und der eurasischen Platte wurde der gesamte Alpenraum in die Höhe geschoben und somit die Dolomiten zum Gebirge geformt. Heute wechseln sich die schroffen Felstürme der „Bleichen Berge“ ab mit tiefen Tälern und sanften Hügeln. Ein weiteres Auswahlkriterium für die UNESCO war die außergewöhnliche Schönheit der Landschaft: Die Topografie der Region ist geprägt von einer bemerkenswerten Konzentration spektakulärer Bergmassive. Das dramatische Farbspiel bei Sonnenauf- und -untergang der Dolomiten in Südtirol ist unvergesslich und ein eindrucksvolles Beispiel des Naturschauspiels Dolomiten.